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Tipps und Praxis

Photomator meistern – Teil 1

Mit Apples Foto-Tool beheben Sie typische Bildfehler und veredeln Ihre Fotos auf dem Mac – vom Weißabgleich bis zum eigenen Look.

Von   Uhr
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Eckdaten

Es dauert: 15 Minuten

Sie lernen: Belichtungsfehler beheben, Bildaufbau verbessern und Aufnahmen kreativ gradieren

Sie benötigen: Photomator (ab 34,99 Euro/Jahr, Mac App Store), macOS 13 oder neuer

Photomator: Was ist wo?

(Bild: Screenshot)

1: Reparatur-Werkzeug

Mit diesem Pinsel-Werkzeug entfernen Sie Flecken, Makel und Sensorstaub mit einem schnellen, einfachen Wischer.

2: Zuschneiden

Hier finden Sie Werkzeuge gegen schiefe Horizonte sowie Hilfsraster, mit denen Sie den Bildaufbau verbessern.

3: Farbanpassungen 

Der Bereich „Farbanpassungen“ steckt voller Werkzeuge, die Farben und Tonwerte gezielt anpassen.

4: Pipette

Mit der Pipette im Bereich „Weißabgleich“ gleichen Sie warme oder kühle Farbstiche im Bild ganz manuell aus.

Anders als das grafikorientierte Pixelmator Pro von Apple mit seinen zusätzlichen Typografie- und Montagewerkzeugen ist die Schwester-App Photomator eine schlanke digitale Dunkelkammer, vollgepackt mit speziellen Foto-Werkzeugen gegen typische Probleme bei Farbe, Tonwert und Bildaufbau.

Herbst-Angebot

Photomator greift auf Ihre Fotos-Mediathek zu. Ein Doppelklick auf ein Vorschaubild öffnet es zum Bearbeiten.
Photomator greift auf Ihre Fotos-Mediathek zu. Ein Doppelklick auf ein Vorschaubild öffnet es zum Bearbeiten. (Bild: Screenshot)

Misslingt Ihrer Kamera etwa der automatische Weißabgleich (AWB), wirken die Farben einer Szene zu warm (orange) oder zu kühl (blau). In Photomator korrigieren Sie den Weißabgleich automatisch und holen sich mit einem Klick natürlichere Farben zurück. Auch einen schiefen Horizont richtet die App dank Künstlicher Intelligenz (KI) im Nu gerade, und Sensorflecken oder Schlieren auf der Linse entfernen Sie mit wenigen Wischern auf dem Trackpad Ihres Mac – oder direkt auf dem Display von iPad und iPhone, denn Photomator gibt es für macOS, iOS und iPadOS. Hier geht es um Photomator unter macOS, in der kommenden Ausgabe dann um iPadOS.

Kreativ werden

Photomator verändert den Look Ihrer Fotos auf Wunsch auch kreativ. Mit Ein-Klick-Filtern oder LUTs (Lookup Tables) stimmen Sie Farben auf unterschiedliche Stimmungen ab – oder nutzen die Farbinformationen eines Fotos, um bei der Schwarz-Weiß-Umwandlung einzelne Bereiche gezielt abzudunkeln oder aufzuhellen.

Photomator setzt – anders als Pixelmator Pro – auf ein Abo. Sieben Tage lang testen Sie den vollen Funktionsumfang kostenfrei und probieren alle hier gezeigten Techniken aus.

So geht’s: typische Bildfehler beheben

Schritt 1

(Bild: Screenshot)

Klicken Sie auf das Symbol „Zuschneiden“ und dann auf „Auto-Ausrichtung“. Die KI dreht das Bild gerade und schneidet die transparenten Ränder weg, die dabei entstehen. Hier wandert der Horizont um 1,34 Grad zurück. Klicken Sie auf „Fertig“.

Schritt 2

(Bild: Screenshot)

Klicken Sie auf das Symbol „Farbanpassungen“. „Lichter“ auf -25 Prozent holt Zeichnung in den Himmel, „Schatten“ auf 30 Prozent mehr Details in die Landschaft. „Textur“ auf 35 und „Klarheit“ auf 25 Prozent geben Biss.

Schritt 3

(Bild: Screenshot)

Mehr Farbe bringt „Lebendigkeit“ auf 65 Prozent im Bereich „Farbton & Sättigung“. Gegen Schlieren auf der Linse klicken Sie auf „Reparaturpinsel“, stellen die Pinselgröße auf 10 Prozent und übermalen die störenden Stellen.

Schritt 4

(Bild: Screenshot)

Diese Aufnahme wirkt kühl und blaustichig, weil der automatische Weißabgleich des iPhone danebenlag. Für wärmere, natürlichere Farben wechseln Sie abermals zu den „Farbanpassungen“ und schalten den „Weißabgleich“ ein.

Schritt 5

(Bild: Screenshot)

Klicken Sie auf „ML“ (Machine Learning). Die App analysiert die Aufnahme und wärmt die Temperatur auf 5 Prozent an. Noch genauer wird es von Hand: Klicken Sie auf die Pipette neben „Grau“, um sie auszuwählen.

Schritt 6

(Bild: Screenshot)

Klicken Sie auf eine Fläche, die eigentlich grau sein müsste, etwa eine der vordergründigen Wolken. Die Pipette erkennt den Blaustich und wärmt das Bild auf – und korrigiert dabei gleich alle Farben im Bild.

RAW

(Bild: Screenshot)

RAW-Dateien (etwa im DNG-Format) enthalten unbearbeitete Sensordaten und damit mehr Bildinformationen als komprimierte JPEGs oder HEIFs. So retten Sie beim Bearbeiten mehr Details und korrigieren Farben freier.

Machine Learning

ML steht für Machine Learning, eine Technik der Künstlichen Intelligenz. ML analysiert Farben und Tonwerte und behebt Probleme automatisch.

(Bild: Screenshot)
Sven T. Möller // Layouter & Redakteur
Sven T. Möller

Wenn jemand bei der Mac Life Ordnung ins Chaos bringt, dann ist es Sven T. Möller – und das gleich in doppelter Hinsicht. Als Layouter gibt er jeder Ausgabe ihre unverwechselbare Gestalt, als Redakteur sorgt er dafür, dass Apple-Themen mit der nötigen Tiefe behandelt werden. Sven ist seit Mitte der 2000er Jahre an Bord und damit eines der echten Urgesteine des Teams. Smarthome beschäftigt ihn als Eigenheimbesitzer mit besonderer Ernsthaftigkeit – und gelegentlich auch Frustration. Außerdem ist er mit Leidenschaft Musikhörer, wobei „hören“ bei Sven gerne auch als „beschallen“ interpretiert werden darf: Tests etwa für Bluetooth-Lautsprecher verantwortet er, frei nach dem Motto „je größer und lauter, desto besser“. Sven ist Mitbegründer und Co-Host des Apple-Podcasts Schleifenquadrat.

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